Vielseitiges Leinsamenöl

Leinsamenöl wird aus den reifen Samen der Öllein Pflanze, auch als Flachs bekannt, gewonnen. Es hat eine gold-gelbe Farbe wenn es kaltgepresst ist und eine hell- bis goldgelbe Farbe bei raffiniertem Leinsamenöl. Sie ist die einzige historische Ölpflanze, die es in unseren Breiten gibt.

Öllein ist außerdem die einzige Pflanze, bei der die Omega-3-Fettsäuren den Wert der Omega-6-Fettsäuren übersteigt. Dadurch ist das Öl gut für das Herz und den Kreislauf und beugt zudem Denkschwächen und Sehstörungen vor. Beim Essen wird es benutzt, um zum Beispiel Salate, Suppen oder Marinaden zu verfeinern. Es wird allerdings schnell bitter, weswegen es nach dem Öffnen schnell aufgebraucht werden sollte.

Das Leinsamenöl wird unter anderem auch in der Kosmetik-Branche verwendet und soll revitalisierend für die Haut wirken und sie glatter und geschmeidiger machen. Auch bei der Herstellung von Seifen wird hochwertiges Leinsamenöl verwendet, es soll zusammen mit Nelkenöl und Zitronengrasöl anregend und belebend wirken. Bei kleinen Wunden oder Hautrissen soll durch das Öl der Heilungsprozess der Haut unterstützt werden.

Außerdem haben Studien ergeben, dass bei der regelmäßigen Einnahme von Leinsamenöl die Gesundheit der Knochen auf natürliche Weise geschützt wird. So soll zum Beispiel Osteoporose vorgebeugt werden, da das Öl eine positive Wirkung auf die Knochenmineraldichte hat. Als Speiseöl ist es gut für das Herz-Kreislauf-System und bei arteriosklerotischen Erkrankungen. Es enthält einen bestimmten Botenstoff, der die Fließgeschwindigkeit des Blutes beeinflusst und verbessert. Die Inhaltsstoffe können das Immunsystem stärken und zudem Entzündungen hemmen.

Bei Hunden und Pferden sorgt das Öl ins Futter gemischt für ein glänzendes Fell und fördert die Verdauung. Auch beim Menschen kann es eingesetzt werden, wenn Verstopfung vorliegt. Allergiker können täglich einen Löffel Leinsamenöl zu sich nehmen, um die Schleimhäute zu stärken.

Leinsamenöl wird seit langem als Bindemittel für Ölfarben benutzt.

Leinsamenöl wird seit langem als Bindemittel für Ölfarben benutzt.

Außer als gesundheitsförderndes Lebensmittel kann man Leinsamenöl auch sehr gut als Bindemittel für Ölfarben, zum Beispiel bei Farbanstrichen verwenden. Es gibt schon seit Jahrhunderten die so genannten Leinölfarben. Es dient auch als natürlicher Holzschutz und wird schon seit langem für die Impregnierung von Holz, Putz, Stuck, Mauerwerk und Terracotta verwendet. Auch in der Pflege bei Oldtimern wird gerne auf Leinsamenöl zurückgegriffen, da dort keine chemischen Zusatzstoffe zu finden sind. Für Glanz und Schutz sorgt Leinsamenöl auch bei Schuhen und macht sie so wesentlich länger haltbar.

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